Einführung

Sozialer Fortschritt ist die Gegenentwicklung zur steigenden Ungleichheit. Er wird spürbar, wenn der allgemeine Wohlstand steigt und die Exzesse bei der Vermögensverteilung zurückgehen. Die zunehmende Einführung des idealen Einkommens bei einer immer größer werdenden Bevölkerungsschicht stellt die Schwelle zum nächsten Schub für sozialem Fortschritt dar.

Die Umsetzung indes kann nur über die Politik geschehen. Unser demokratisches System gibt es grundsätzlich her, eine neue Partei gründen, deren Programm es ist die Thesen in diesem Buch umzusetzen. Im demokratischen Wettstreit um das beste Gesellschaftssystem bewirbt sich die neue Partei um die Stimmen der Bevölkerung und kann regieren, wenn sie eine Mehrheit erlangt. Als Regierung kann sie Gesetze erlassen und die Exekutive damit beauftragen, die neuen Ideen umzusetzen. Das ist der einzig legitime Weg.

Die Welt ist sehr komplex geworden, große Teile der Bevölkerung fühlen sich bei den Wahlen überfordert und sehnen sich nach einer Zeit, in der noch alles überschaubar war. In der guten alten Zeit war die Welt nicht besser, aber sie war in ihren Wesenszügen noch eher zu verstehen. Diese Sehnsucht ist zwar verständlich aber nicht umzusetzen. Wir können die Welt nicht zurückdrehen, einfacher machen. Im Gegenteil wird der Grad an Komplexität zunehmen und sich die Geschwindigkeit der Veränderungen weiter erhöhen.

Der Ruf nach einem starken Mann, der die Welt zurückdreht, die Welt für uns erobert und sich auf die alten Werte besinnt, ist ein großer Irrweg. Statt Ignoranz und Intoleranz einzelner Herrscher, die nur Macht und das eigene Wohl im Sinn haben, brauchen wir die Kreativität des ganzen Volkes, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Statt Diktatur brauchen wir also genau das Gegenteil, eine direkte Demokratie, in der das Parlament zwar Vorschläge macht, aber das letzte Wort immer das Volk hat. Ausdruck findet das in der Abstimmung im Internet in einem fortwährenden Prozess, in dem alle die Geschicke des Landes bestimmen, die mitmachen wollen und sich dafür qualifizieren.

Ein Großteil der Bevölkerung interessiert sich nicht dafür was gesagt wird, sondern von wem es gesagt wird. Die Medien richten sich danach und befragen die Promis zur Lage der Nation, auch wenn die gar nicht gefragt werden wollen, oder nichts zu sagen haben, weil sie eben zu den teilweise fachlich sehr schwierigen Themen nichts zu sagen haben. Die bedeutenden Experten unserer Zeit sind größtenteils unbekannt und werden also nicht befragt und zu keiner Talkshow eingeladen. Da der Bevölkerung damit wichtige Quellen verborgen bleiben, kann die breite Masse nicht zu den richtigen Erkenntnissen gelangen.

Um in der Welt gehört zu werden, braucht unsere Bewegung Verbündete. Diese Verbündeten müssen entweder selbst bekannt sein oder über Mittel verfügen, Prominennte zu erreichen. Als nächstes wenden wir uns an eine Zielgruppe, die als Multiplikation fungieren kann. Wenn wir die Welt von der Ungleichheit befreien wollen, brauchen wir sehr mächtige Verbündete. Am besten gewinnen wir den theoretischen Klassenfeind als Parteifreunde. Es gibt viele weitere Gründe, die dafürsprechen, Reiche und Superreiche mit ins Boot zu holen. Doch warum sollten sie uns unterstützen?